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50. Schützenfest ein gelungenes Fest
Tausende Besucher feierten ausgelassen bei idealem Schützenfestwetter
Freitag, 15.07.2005
Das Festwochenende begann mit einem großen Wunschkonzert im Festzelt. Um 19.30 Uhr begrüßte Präsident Franz Moormann die Gäste, insbesondere die Mitglieder der Kolpingorchester Steinfeld und Dinklage, des Musikvereins Handorf-Langenberg, der Kolpingkapelle Hunteburg und dem Kolpingchor Rüschendorf. Sie begeisterten das Publikum mit flotten Melodien. Die Gäste erlebten ein tolles Konzert. Mit "My Way" von Frank Sinatra, "99 Luftballons" von Nena oder "Stelldichein in Oberkrain", um nur einiges zu nennen, war für jeden Geschmack etwas dabei.
Gekonnt führte Vizepräsident Franz Schwager-Wehming durch das Programm, von dem die Zuhörer ausnahmslos begeistert waren. Es war eine beeindruckende Leistung auf hohem Niveau, mit der die Kapellen und der Kolpingchor überzeugten, so war immer wieder zu hören. Nach einer Zugabe, die die Gäste vehement forderten, spielten die Kapellen zum Tanz auf. Die letzten Gäste sollen bis in die Morgenstunden durchgehalten haben.
Samstag, 16.07.2005
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Kinder und Jugendlichen. Die Kinder hatten viel Spaß und die Jugendlichen konnten ausgelassen bei Live Musik der Extraklasse mit der Band Joy bis zum "Wecken" feiern.
Pünktlich um 15.00 Uhr begann der Ausmarsch der Kinderschützen. Sie trafen sich auf dem Schulplatz mit Kinderkönig Hendrik Stärk und Kinderkönigin Jessica Landwehr und den Kinderkönigspaaren der Stadtvereine, um mit musikalischer Unterstützung der Kolpingkapelle Hunteburg, begleitet von den "großen" Schützen, zum Festplatz zu marschieren. Dort wurde der amtierende Kinderkönig vom Kindervater Ludger Klünenberg nach gutem alten Brauch von seinen Pflichten entbunden. Anschließend begann das Adlerschießen der Kinder. Gleichzeitig wurde der Stadtkinderkönig auf dem Schießstand in der Schützenhalle ausgeschossen und es startete ein abwechslungsreiches, interessantes Programm für die Kinder mit Hüpfburg und vielen Geschicklichkeitsspielen.
Wieder einmal ein besonderer Höhepunkt war der Gottesdienst mit Pfarrer Holger Kintzinger, der um 17.00 Uhr im Festzelt stattfand. Während des Gottesdienstes, der wie in jedem Jahr musikalisch von der Kolpingkapelle Hunteburg gestaltet wurde, wurde die neue Fahne der Kinderschützen und der 4. Kompanie Dümmerlohausen geweiht. Unmittelbar nach dem Gottesdienst fand im Festzelt die Proklamation des Stadtkinderkönigs statt. Stadtkinderkönig wurde Steffen Lindemann aus dem Regiment Glückauf (ganz links) mit 134,7 Ringen, gefolgt von Maximilian Robke (Osterfeine), Hendrik Stärk (Rüschendorf), Dustin Grimme (Rottinghausen) und Steffen Bahlmann (Damme). Der Jubel kannte insbesondere bei den Vertretern des Schützenregiments Glückauf keine Grenzen.
Grenzenlos war auch der Jubel von Josef Schockemöhle, als es seinem Neffen Christian Schockemöhle aus der 3. Kompanie Rüschendorf gelang, den Adler mit einem gezielten Schuss von der Stange zu holen. Wieder einmal war die Konkurrenz mit 24 Mitbewerbern sehr groß, aber Christian konnte sich durchsetzen. Christian ließ es sich nicht nehmen, in guter Tradition die Kinder mit einem Bonbonregen zu erfreuen. Die Proklamation des Kinderkönigs erfolgte am Montag durch Kindervater Ludger Klünenberg. Christian Schockemöhle wählte Svenja Riesenbeck aus der 1. Kompanie Oldorf-Ihlendorf zu seiner Königin. Die Adjutantenpaare sind Benjamin Decker mit Franziska Otte und Sebastian Schockemöhle mit Lara Macke.
Abends heizte die Top-40-Band "Joy" den Besuchern ein. Den rhythmischen Klängen konnten die zumeist jugendlichen Gäste nicht widerstehen. Nicht zuletzt wegen der exzellenten Live Musik haben die Gäste bis in die frühen Morgenstunden mit Begeisterung gefeiert.
Sonntag, 17.07.2005
Am Sonntag konnten über 800 Gäste der Gastregimenter Damme, Glückauf, Hunteburg, Lembruch, Osterfeine, Reiningen und der Schützenbruderschaft Rottinghausen auf dem Sportplatz durch Präsident Franz Moormann begrüßt werden. Das Rüschendorfer Regiment trat um 13.15 Uhr bei dem Sportplatz in Rüschendorf an, wo gegen 13.30 Uhr die Gastvereine einmarschierten. Es war ein beeindruckendes Bild, das sich den Gästen auf dem Sportplatz bot. Rund 1.400 Schützen und dazu zahlreiche Kapellen hatten sich auf dem Sportplatz versammelt, um auf den von der 3. Kompanie und 4. Kompanie festlich geschmückten Straßen zum Festplatz zu marschieren.
Die feierliche Eröffnung des Schützenfestes auf dem Schützenplatz wurde von Präsident Franz Moormann gegen 14.15 Uhr vorgenommen. Selbstverständlich ließen es sich Bürgermeiser Hans-Georg Knappik, Pastor Holger Kintzinger und die Präsidenten der Gastvereines nicht nehmen, dem Rüschendorfer Schützenverein zu seinem besonderen Jubiläum zu gratulieren. Auch brachten sie das eine oder andere Gastgeschenk mit.
Anschließend erfolgte die Proklamation des neuen Kinderkönigs durch den Kindervater Ludger Klünenberg, der dabei von Ludger Stöppelmann unterstützt wurde. Dieter Riesenbeck, ebenfalls Kindervater des Vereins war wegen dringender Amtsgeschäfte verhindert. Seine Tochter Svenja ist die diesjährige Kinderkönigin.
Anschließend begann das Adlerschießen. Die Insignien erhielten: Johannes Stöppelmann, 2. Kompanie (Krone), Dirk Decker, 3. Kompanie (Zepter), Thomas Maue, 4. Kompanie (Apfel), Roland Ottens, 5. Kompanie (linker Flügel), und Albert Selke, 6. Kompanie (rechter Flügel). Anschließend wurde im sportlichen Wettstreit der Kaiser und der neue König, der Nachfolger von Hans-Georg gr. Austing, ermittelt, der mit seiner Königin Elisabeth ein Jahr über das 750-köpfige Schützenvolk regiert hat.Am Kaiserschießen nahmen alle ehemaligen Könige teil. Bewerber gab es reichlich, doch den entscheidenden Schuss gab Johannes Knapwerth, von der 2. Kompanie Kemphausen ab. Ihm gelang es, den von Heinrich Rehling besonders aufwendig gefertigten Kaiseradler, der unversehrt übergeben werden konnte, von der Stange zu holen. Johannes Knapwerth war bereits 1967 Schützenkönig und wie 1967, damals noch nicht verheiratet, nahm er sich seine heutige Frau Maria zur Kaiserin - ein wahrhaft würdiges Paar. Das Königsschießen eröffnete die 6. Kompanie Kemphausen, die letztmalig den König 1993 aus den eigenen Reihen stellten. Es wurde scharf geschossen und daher ist es nicht verwunderlich, dass der Adler bald wackelte. Die 6. Kompanie ließ sich die Trophäe nicht aus den Händen reißen. Es gab mehrer Königsanwärter aus den eigenen Reihen. Schließlich gelang es Ludger Schlarmann, Kompaniechef der 6. Kompanie, den Adler von der Stange zu holen. Die Begeisterung der Schützen, insbesondere der 6. Kompanie kannte keine Grenzen.Am Abend konnten die Verantwortlichen eine positive Bilanz ziehen. Es war ein gelungener Tag. Über 1.400 Schützen nahmen am Umzug teil. Im Zelt waren kaum noch Plätze frei, dennoch ist es dem Festwirt Frank Deters gelungen, die Schützen hervorragend zu bedienen. Zufrieden waren auch die Seniorinnen und Senioren, die wie in jedem Jahr zur gemeinsamen Kaffeetafel ins Festzelt eingeladen wurden. Zufrieden war auch die scheidende Majestät Hans-Georg I. mit seiner Königin Elisabeth, die für den Abend zum Tanz mit der Showband Max eingeladen hatten.Montag, 18.07.2005
Der Montag verlief wieder in "normalen" Bahnen. Das Regiment trat wie gewohnt um 18.15 Uhr bei der Gastwirtschaft "Kramer" an. Auch der Bürgerschützenverein Osterfeine war mit einer gewohnt starken Abordnung auch an diesem Tag mit von der Partie. In Begleitung vieler Gäste ging es zum Ehrenmal, wo in einer kurzen Gedenkfeier der Gefallenen beider Weltkriege, der verstorbenen Schützen aber auch der Opfer von Terror und Gewalt gedacht wurde. Die kurze Ansprache zum Gedenken an die Toten hielt Ortsvorsteher Franz gr. Hackmann.
Anschließend marschierten die Regimenter zum Festplatz, wo die Inthronisation des neuen Schützenkönigspaares erfolgte. Unter großem Jubel insbesondere der 6. Kompanie wurden Ludger Schlarmann und seine Ehefrau Marlies zum 50. Schützenkönigspaar des Vereins proklamiert. Unterstützt werden die Majestäten von Schatzmeister Richard Schmies mit Ehefrau Amanda und den Adjutanten Heinrich Runnebaum mit Ehefrau Martha und Josef Wessel mit Ehefrau Else. Beim anschließenden Festball mit der Band "Max" wurde wieder einmal bis in die Morgenstunden gefeiert.
Das diesjährige Jubliäummsschützenfest war ein gelungenes Fest, was insbesondere an den vielen Gästen gelegen habe dürfte, die gemeinsam mit uns gefeiert haben. Hierfür ein herzliches Dankeschön von den Schützen unseres Vereins. Wir sehen uns hoffentlich im kommenden Jahr wieder.
Bis dahin wünschen wir Euch eine gute Zeit.